ISIT: Eine Weitere Initiative von RISC
Eine weitere Initiative für die wissenschaftlich / technologisch / wirtschaftliche Zukunft Oberösterreichs setzt das Forschungsinstitut RISC (Research Institute for Symbolic Computation) der Johannes Kepler Universität mit der „International School for Information Technologies in Hagenberg“ (ISIT Hagenberg).
Nach der Gründung und dem Aufbau des Softwareparks, der Fachhochschule, des Software Competence Centers und des BORG für Kommunikation in Hagenberg durch RISC, soll das ISIT eine neue und zusätzliche Facette im Dreieck Forschung – Ausbildung – Wirtschaft abdecken, die bisher in Österreich nicht angeboten wird, und Oberösterreichs Zukunftspotential durch eine neue und neuartige Institution verstärken.
Einstieg in den globalen Bildungsmarkt
ISIT wird die gebündelte Ausbildungspotenz der Johannes Kepler Universität und der Fachhochschule Oberösterreich im Bereich der Informationstechnologien (IT) am Standort Hagenberg für den internationalen Bildungsmarkt als kommerzielles Produkt anbieten.
Dieser Markt besteht aus Millionen von Bildungswilligen in China und Indien, im arabischen Raum und vielen anderen Ländern, die derzeit ihre Ausbildung im Bereich IT in Bildungsinstitutionen vor allem der USA und einiger weniger anderer westlicher Industrieländer suchen und dafür kostendeckende Studiengebühren bezahlen. Österreich ist auf diesem Markt bisher nicht vertreten.
ISIT wird Master- und Bachelor-Programme im Bereich IT auf dem Weltmarkt gegen kostendeckende Studiengebühren (ca. 8.000 Euro pro Jahr) anbieten und versuchen, Österreich auf diesem internationalen Markt zu etablieren.
Vorteile für Oberösterreich
• Der internationale IT-Bildungsmarkt ist ein gewaltiger Markt, aus welchem Österreich, insbesondere Oberösterreich bisher faktisch nichts lukriert. Durch die Gründung von ISIT wird bei Erfolg für Oberösterreich ein neues Wirtschaftsfeld mit hohem Zukunftspotential geöffnet.
• Die österreichische Wirtschaft wird zur Erhaltung ihrer internationalen Konkurrenzfähigkeit die systematische Einbeziehung hochqualifizierter ausländischer Arbeitskräfte brauchen, die mit Einrichtungen wie ISIT vor Ort ausgebildet werden können. Mit ISIT wird eine wichtige Initiative in Richtung „Brain Gain“ (der durch RISC seit 25 Jahren thematisiert wurde und der heuer auch bei den Technologiegesprächen Alpbach das Thema Nr. 1 war) gesetzt.
• Absolventen von ISIT, die in ihre Heimatländer zurückgehen, werden die natürlichen Ansprechpartner für die zukünftigen Geschäftsbeziehungen unserer heimischen Betriebe sein.
• Darüber hinaus steht ISIT natürlich auch für die Weiterbildung von österreichischen Interessenten zur Verfügung.
• Oberösterreichs internationaler Ruf als Wissenschafts- und Technologieland wird durch ISIT weiter verstärkt werden.
Details
• Studieninhalt: Bachelor und Master-Programme in IT, die sich am internationalen Markt orientieren und laufend dem Markt angepasst werden. Teil des Programms (vor allem am Anfang) auch intensives Studienvorbereitungsprogramm, Sprachprogramm (Englisch) und Kulturprogramm. Weiterführung im PhD-Programm der beteiligten JKU-Institute möglich, aber nicht im Vordergrund.
• Studiensprache: Englisch.
• Angestrebter Beginn des Studienbetriebs: Herbst 2007.
• Zielgröße: Bis 2010 ca. 250 Studenten. Bei Erfolg Ausweitung auf 1000 und mehr Studenten möglich und wünschenswert.
• Standort: Softwarepark Hagenberg in enger Verflechtung mit den dortigen JKU-Institutionen (RISC, FAW, FLLL, RIPE, SCCH) sowie der FH.
• Studiengebühren: Ca. 8000 Euro pro Jahr.
• Finanzierung: Ab dem fünften Jahr selbsttragend aus den Studiengebühren und Projektsmitteln (nationale, EU- und internationale Programme und Fonds). Initialphase braucht eine Förderung von ca. 750.000 Euro. Davon werden ca. 650.000 Euro durch das Land Oberösterreich und der Rest durch die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung Oberösterreich aufgebracht.
• Rechtsform: Die Johannes Kepler Universität und die Fachhochschule Oberösterreich werden ein gemeinsames Dach für ISIT bilden, innerhalb derer ISIT ein hohes Maß an Selbständigkeit haben wird. Die akademischen Grade werden durch die Dachorganisationen verliehen.
• Leitung und inhaltliche Arbeit: Das bewährte Team der Professoren Bruno Buchberger (Federführung), Peter Klement, Gustav Pomberger, Roland Wagner (JKU) und Witold Jacak (FH) tragen die gesamte Vorbereitungsarbeit. Die Besetzung des Leiterpostens ist im Gange (u.a. Verhandlungen mit einem internationalen Professor), für die Lehrtätigkeit wird das Team dann durch Experten der JKU und der FH sowie von internationalen Partneruniversitäten ergänzt werden.
• Feasibility Study: Der Inhalt und die Durchführbarkeit des Projekts ISIT wurde in einer Feasibility Study des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (IBW), die durch die Wirtschaftskammer Österreich (Präsident Dr. Christoph Leitl) finanziert wurde, abgesichert und bestätigt.
back